Sommerlager in Kroatien

Mittwoch, 24. Juli 2019, 17 Uhr, 35 Grad Celsius:

An diesem Tag haben wir uns alle am Pfarrheim getroffen, um mit viel Vorfreude die Reise zu starten. Dagegen konnte auch die Kluftpflicht nichts ändern, denn trotz der Hitze herrschte super Laune. Jedoch blieben die hohen Temperaturen nicht lange ein Problem, da die Klimaanlage im Bus ziemlich gut gearbeitet hat und somit in der Nacht mehr gefroren als geschwitzt wurde. Auch der Busfahrer sorgte während dieser Fahrt für lustige Insider-Witze für den Rest des Lagers. Am Hafen angekommen, packte jeder mit an, um die Fähre mit unserem Gepäck zu beladen. Nach der Arbeit genossen wir die kurze Fahrt nach Veruda Island, auf der ausschließlich unser Campingplatz existierte, und erhielten einen ersten Eindruck von dem wunderschön türkisfarbenen Wasser. Auf der Insel wurden wir mit Melone und Multivitaminsaft begrüßt und nach der Zeltaufteilung der bereitstehenden 4er Zelte sind wir zum ersten Mal im Meer baden gegangen. Dafür brauchte jeder seine super stylischen Badeschuhe, da es viele Seeigel auf dem felsigen Boden im Wasser gab. Leider haben in den folgenden Tagen doch einige einen Seeigel mit dem Fuß berührt, was sehr unangenehm war. Nicht nur die jüngeren von uns haben den restlichen Tag damit verbracht, mit Schnorcheln und Taucherbrillen im klaren Wasser die vielen Fische und Felsen zu bewundern. Nach dem ausklingenden Anreisetag gab es abends unsere erste warme Mahlzeit, die unser tolles Küchenteam gezaubert hat. Dieses Lager war das erste Mal ein externes Küchenteam mit angereist, welches aus Christine und Renate bestand, deren Kinder auch bei uns im Stamm sind. Danach haben wir uns alle am Strand getroffen, um mit der alltäglichen Abendrunde den Tag mit einem Gebet oder einer kurzen Geschichte und ein paar Liedern ausklingen zu lassen.

Die Vorbereitung der Morgen- und Abendrunde war in den nächsten Tagen Aufgabe einer der 6 Gruppen, genau wie Essens- und Spüldienst.

In den folgenden Tagen entdeckten viele von uns die Freude am Volleyballspielen, da der Campingplatz mit 2 Feldern ausgestattet war. Sportliche Aktivitäten gab es reichlich: Angefangen mit dem freiwilligen Frühsportprogramm bis hin zu einer Strandolympiade und einem Turnier, bei der die einzelnen Gruppen im Volleyball, Wasserball und Wikingerschach gegeneinander angetreten sind. Außerdem wurden uns von der Organisation „Horizonte“ mehrere Kanus zu Verfügung gestellt, die uns ermöglichten, zu den gegenüberliegenden Inseln hinüber zu paddeln. Wenn man wollte, konnte man die Strecke genauso gut schwimmen. Die gegenüberliegende kleine Insel war unbewohnt und wir konnten von den Felsen am Rand ins Wasser springen. Und nachdem wir unsere Insel auch besser erkundet hatten, fanden wir sogar dort einen wunderschönen Spot, die „Klippen“, wo wir ebenso ins Wasser springen konnten, was manche mehr Überwindung kostete als andere.

Da die Temperaturen in den ersten Tagen immer sommerlich heiß waren, war es für uns eine große Überraschung, dass es an einem Tag durchgehend regnete. An diesem Tag entschieden wir uns für die Workshops, die einige aus unserem Stamm anboten. Darunter waren süße Freundschaftsarmbänder zu basteln, Banner aus Stoff zu designen, ebenso stand Henna-Farbe zur Verfügung, mit der wir uns gegenseitig Motive auf die Haut malen konnten, und sogar ein Angelteam zog im strömenden Regen aus, um sein Glück zu versuchen. Außerdem ist eine kleine Gruppe im Regen Fußballspielen gegangen, was sich jedoch schnell zu einer Schlammschlacht
entwickelte.

Nach ein paar Tagen auf der Insel stand am Dienstag der große Ausflug nach Pula an. Morgens mit Lunchpaketen bepackt, fuhren wir mit der Fähre wieder zurück aufs Festland. Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten, war die Distanz zwischen Hafen und Pula, wegen der wir noch eine Stunde in der Hitze laufen mussten, bis wir dann in Pula mit dem Stadtspiel beginnen konnten. Dafür hatten sich die Leiter bereits an besonderen Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Kolosseum positioniert und erwarteten die einzelnen Gruppen, die mit einem Stadtplan bewaffnet die einzelnen Standorte abgingen.

Aufgelockert wurde das Ganze von den Wasserspielen, mit denen die Leiter an den Sehenswürdigkeiten warteten, was die Hitze zumindest erträglicher machte. Und so konnten wir uns alle einen ziemlich guten Eindruck von der Stadt machen, die mit dem römischen Charme wirklich ein tolles Ziel für unseren Tagesausflug abgab.

In den nächsten Tagen blieben wir auf der Insel, bis auf die Rover, die am gruppeninternen Tag noch einmal nach Pula aufbrachen. An diesem Tag bereiteten wir alle unsere Versprechen vor, die in den nächsten Tagen anstanden, teilweise sogar bei Sonnenauf- oder –untergang. Außerdem luden wir an einem Abend die verschiedensten Prominenten zu unserem Promidinner ein, bei der jede Stufe ein Gericht vorbereitete. Unter den Gästen waren unter anderem Cardi B, Horst Schlemmer und unser alt bekannter Igor. Nach dem 3-gängigen Sternemenü gab uns Cardi B sogar noch eine Extravorstellung mit Tanz, ebenso gab es eine Erweiterung des Leberworschtsongs und ganz neu dabei: das Lied vom Presskopp.

Zum Abendprogramm gehörte auch ein Bunter Abend, an dem jede Stufe etwas vorbereitete, wie „10 Arten von Pfadfindern“, „Quizduell“, ein Konzert mit Instrumenten aus der Küche und ein Pantomimespiel mit „Insidern“ vom Lager.

Als wir dann am Montagmorgen früh aufstehen mussten, um unsere Zelte zu räumen, war es eigentlich für alle noch viel zu früh, um wieder nach Hause zu fahren, auch wegen der tollen Atmosphäre, die das ganze Lager anhielt, des guten Miteinanders innerhalb der Gruppen, aber auch gruppenübergreifend. Am letzten Tag also blieben manche noch auf der Insel, aber eine große Gruppe hielt sich noch in Pula auf, bis wir dann am Abend gegen halb zehn mit dem Bus aufbrechen konnten. So kamen wir am Dienstagmittag zwar bei Nieselregen am Pfarrheim an, doch die Pfadfinder gingen alle braun gebrannt, mit einem Lächeln im Gesicht und sicher fast nur guten Erinnerungen wieder nach Hause.

Für die Leiterrunde schrieben, Isabel und Maja Flaum